Der Marktgerechte Patient

Von Ralf Richter Eines muss dieser Filmbesprechung vorweg geschickt werden: „Der Marktgerechte Patient“ ist kein „gewöhnlicher“ Streifen, den man sieht und vergisst. Das ist auch kein Film, den man im stillen Kämmerlein betrachtet und anschließend zur Tagesordnung übergeht. Dies ist ein Film, der in einer Gemeinschaft gesehen werden und danach diskutiert werden will und zwar




Der Morgen danach

Von Peter Porsch Die Nacht war lang, der Schlaf unruhig. Europa war nach rechts gerückt. Deutschland war grün geworden, Europa ebenso, aber alles auch brauner. Früh begrüßte mich der Morgen mit dem vorläufigen Ergebnis in Leipzig – für die Europawahl und für die Kommunalwahl. Der Unterschied zwischen den beiden Ergebnissen konnte nicht größer sein und




„Gemeinsame Aufgaben von Staat und Kirche“

Simone Hock sprach Diakon Dr. Daniel Frank, Leiter des Katholischen Büros Sachsen Seit Februar ist die Katholische Akademie mit einer neuen Veranstaltungsreihe unterwegs, dem Sachsensofa. Doch schon bei der Vorstellung hagelte es Kritik, weil die Oppositionsfraktionen nicht eingeplant waren. Wie ist die Idee entstanden und warum waren zunächst keine Gäste der Oppositionsparteien am Start? Lassen




Kommt vorbei im Gärtjen!

Eine Einladung von Anja Klotzbücher Das Gärtjen ist die einzigartige Symbiose aus meinem Wahlkreisbüro und einem Freiraum mit Gemeinschaftsgartenfläche, ein Politisierungs- und Veranstaltungsraum. Für mein Büro habe ich bewusst einen Garten gewählt, denn in dieser Form ist die aktive Beteiligung an der Gestaltung des Ortes durch dessen Besucher*innen möglich und attraktiv. Und das Konzept geht




Dem Spanienkämpfer Ludwig Renn zum 130. Geburtstag

Raimon Brete erinnert an Ludwig Renn (1889 – 1979), der eigentlich Arnold Friedrich Vieth von Golßenau hieß. Von den Faschisten angegriffen, legte er seinen Adelstitel ab, nannte sich nach dem Helden seines Erfolgsromans Ludwig Renn und schloss sich den Kommunisten an. Nach dem Eintritt in die KPD und den Roten Frontkämpferbund engagierte er sich auch




„Man muss nur den richtigen Draht finden“

Georg Genoux sich vor: Als Wessi aus Hamburg, aus dem Multikulti-Stadtteil Ottensen, der sich aufgemacht hat, Sachsen kennen zu lernen. Heraus gekommen ist u.a. sein Stück „Das Land, das ich nicht kenne“, mit dem er kürzlich im Societätstheater in Dresden auftrat. Zwar stellte er sich als „Wessi“ vor, doch das stimmt so kaum. Denn er




Geschichte als Mittel der politischen Auseinandersetzung

Prof. Dr. Kurt Schneider über Geschichtspolitik – 70 Jahre nach 1949 Der 70. Jahrestag der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 hat vielfältige geschichtspolitische Aktivitäten zur Folge. Und wie zu allen Zeiten wird erneut erkennbar, welche enorme Rolle Geschichtsschreibung und Geschichtspropaganda in der politischen Auseinandersetzung spielen, wie sie die öffentliche Meinung – den sogenannten Zeitgeist




ELBE DAY 2019 in Torgau

Von Regina Silbermann Am 25. April 1945 trafen sowjetische und US-amerikanische Armeeeinheiten auf der zerstörten Elbbrücke bei Torgau zusammen und besiegelten symbolisch, mit einem Handschlag, das nahe Ende des Zweiten Weltkrieges. Die russischen und US-amerikanischen Soldaten versprachen sich, dass „die Nationen der Erde in Frieden leben sollten und müssten“. Die Landesarbeitsgemeinschaft Deutsch-Russische Freundschaft beteiligte sich




Vor 75 Jahren: Landung in der Normandie

Von Winfried Steffen In den frühen Morgenstunden des 6. Juni 1944 begann die lang erwartete Landung der Invasionstruppen – bestehend aus US-, britischen und kanadischen Verbänden – in der Normandie. Sie kam in diesem Gebiet für Hitler völlig überraschend. Unter dem Schutz von sechs Schlachtschiffen, 23 Kreuzern und 80 Zerstörern wurde mit riesigen Geleitzügen die




Buchtipp: Exil unter Palmen

Von Ralf Richter Was Magali Niedradka-Steiner über die deutschen Emigranten in Sanary-sur-Mer geschrieben hat, ist Pflichtlektüre und Reiseführer für jeden, der sich mit europäischer Exilliteratur beschäftigt. Krieg und Verfolgung ließen linke Autoren und andere Künstler aus Deutschland nach 1933 die Flucht ergreifen. Neben KZ und SA-Terror aber gab es – das mögen nicht alle wissen